Ein Mord, ein mehr oder weniger diskreter Hinweis aus dem Kommissariat und irgendwo fällt ziemlich sicher ein Satz im schönsten bayerischen Tonfall. Wer die Rosenheim Cops seit Jahren schaut, kennt das Prinzip. Und trotzdem funktioniert es immer noch.
2026 ist für die langlebige ZDF-Serie allerdings kein ganz normales Jahr. Neue Folgen stehen bereits fest, die 26. Staffel ist in Produktion und mehrere vertraute Figuren verabschieden sich. Gerade im Kommissariat verändert sich einiges.
Das Wichtigste zuerst: Die Rosenheim Cops gehen weiter. 24 neue Folgen sind angekündigt. Im ZDF-Streaming sollen sie ab dem 29. September 2026 jeweils eine Woche vor der Fernsehausstrahlung erscheinen. Im klassischen ZDF-Programm geht es am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 19.25 Uhr weiter.
Für Fans bedeutet das: Der Herbst ist gerettet.
Aber es gibt einen kleinen Haken. Wer nach langer Zeit wieder einschaltet, dürfte an ein paar Stellen kurz denken: Moment, wo ist denn jetzt …?
Genau darum geht es hier. Wer bleibt, wer geht, wer übernimmt neue Aufgaben und warum schaffen es die Rosenheim Cops nach so vielen Jahren noch immer, wie selbstverständlich im deutschen Vorabendprogramm zu stehen?
Die wichtigsten Termine für die Rosenheim Cops 2026
| Thema | Stand Ende August 2026 |
|---|---|
| Neue Folgen | 24 Episoden angekündigt |
| Start im ZDF-Streaming | 29. September 2026 |
| Start im ZDF | 6. Oktober 2026 |
| Sendeplatz | Dienstags um 19.25 Uhr |
| Aktuelle Staffel | Übergang zur 26. Staffel |
| Dreharbeiten | Bis Dezember 2026 geplant |
| Drehregion | Rosenheim, München und Umgebung |
Damit hält das ZDF an einem Rhythmus fest, den Stammzuschauer längst kennen. Die neuen Fälle kommen am Dienstagabend, während Streaming-Nutzer schon eine Woche früher schauen können.
Und ja, bei den Staffelnummern kann man inzwischen kurz den Überblick verlieren. In den offiziellen Angaben zum Herbst 2026 werden die neuen Episoden als Folgen aus dem Bereich der 25. und 26. Staffel geführt. Für den normalen Zuschauer ist das aber weniger wichtig als die Frage, wann die nächste Folge läuft.
Die Antwort ist deutlich einfacher: Ab Ende September online, ab Anfang Oktober im Fernsehen.
Seit 2002 – und immer noch kein ruhiger Tag im Chiemgau
Die erste Folge der Rosenheim Cops wurde am 9. Januar 2002 ausgestrahlt. Sie hieß “Der Tote im See”. Gedreht wurde sogar schon ab dem Jahr 2000.
Seitdem ist aus einer regional gefärbten Krimiserie ein Dauerläufer geworden. Mehr als 600 Episoden sind inzwischen entstanden. Das ist eine Zahl, bei der man kurz überlegen muss, wie viele Leichen diese eigentlich recht idyllische Gegend im Fernsehen schon verkraften musste.
Realistisch? Natürlich nicht.
Aber Realismus ist hier ohnehin nur ein Teil des Rezepts.
Die Serie verbindet klassische Mordermittlungen mit Büroalltag, kleinen Missverständnissen, privaten Problemen und einer Portion bayerischer Gelassenheit. Der Mordfall ist wichtig, aber oft genauso interessant ist die Frage, wer im Kommissariat gerade wen falsch verstanden hat.
Das macht die Rosenheim Cops deutlich weniger düster als viele moderne Crime-Serien.
Es gibt keine ständig regennassen Straßen, keinen depressiven Ermittler, der nachts allein in einer Designerwohnung Whisky trinkt, und normalerweise auch keine fünf Folgen lange Jagd nach einem psychopathischen Serienkiller.
Ein Fall beginnt. Das Team ermittelt. Nebenbei gerät jemand in ein kleines Alltagschaos. Und nach rund 45 Minuten ist die Welt wieder ein bisschen ordentlicher.
Manchmal braucht Fernsehen nicht mehr.
Wer ermittelt in den neuen Folgen?
Beim eigentlichen Ermittlerteam bleibt 2026 erfreulich viel vertraut.
Anton Stadler, gespielt von Dieter Fischer, gehört weiter zum zentralen Kommissarsteam. Auch Sven Hansen ist mit Igor Jeftić wieder dabei.
Zusätzlich ermitteln Kilian Kaya, gespielt von Baran Hêvî, und Julia Beck, dargestellt von Michaela Weingartner.
Damit kann die Serie ihre typische Methode fortsetzen: Nicht jedes Ermittlerduo muss in jeder Folge identisch sein. Die Kombinationen wechseln, wodurch sich Ton und Dynamik immer ein wenig verändern.
- Anton Stadler – Dieter Fischer
- Sven Hansen – Igor Jeftić
- Kilian Kaya – Baran Hêvî
- Julia Beck – Michaela Weingartner
- Michael “Michi” Mohr – Max Müller
- Dr. Elena Dimos – Anastasia Papadopoulou
Vor allem Michi Mohr bleibt für den besonderen Rosenheim-Ton fast genauso wichtig wie die Kommissare selbst.
Er ist am Tatort, bringt Informationen, stellt Kontakte her und landet gern einmal mitten in einer Situation, die eigentlich überhaupt nichts mit dem Mord zu tun hat.
Genau solche Figuren sind einer der Gründe, weshalb sich die Serie nicht wie eine endlose Aneinanderreihung identischer Kriminalfälle anfühlt.
Die 26. Staffel bringt einige ungewöhnliche Tatorte
Ein Mord im Büro wäre für Rosenheim fast zu gewöhnlich.
Für die neue Staffel hat das ZDF bereits einige Milieus genannt, in denen Stadler, Hansen, Kaya und Beck ermitteln müssen.
Dazu gehören unter anderem eine Ägyptenausstellung, ein Longevity-Spa, die Welt der Rennpferde und ein Theaterfestival.
Das klingt ziemlich typisch für die Serie.
Die Fälle sind gern in Bereichen angesiedelt, die zunächst fast gemütlich wirken. Kunst, Wellness, Gastronomie, Sport, Tourismus oder regionale Unternehmen. Dann liegt plötzlich jemand tot da, und aus dem scheinbar harmlosen Umfeld wird ein ziemlich übersichtliches Netz aus Motiven.
Geld funktioniert natürlich immer.
Liebe auch.
Erbschaften sind ebenfalls zuverlässig.
Und wenn jemand kurz vor seinem Tod ein Testament geändert hat, sollte der Rosenheimer Kommissar vermutlich schon einmal den Notizblock holen.
Der große Einschnitt: Miriam Stockl verabschiedet sich
Man kann über die Rosenheim Cops kaum sprechen, ohne Miriam Stockl zu erwähnen.
Marisa Burger gehörte praktisch seit dem Start zur Serie. Ihre Figur saß im Polizeisekretariat, wusste erstaunlich oft schon früh, was im Revier los war, und prägte mit ihrem berühmten “Es gabat a Leich” einen Satz, den selbst Menschen kennen, die die Serie nur gelegentlich gesehen haben.
Doch 2026 endet diese Ära.
Marisa Burger hat die Serie auf eigenen Wunsch verlassen. Ihre letzte Folge als Miriam Stockl ist für den 24. November 2026 im ZDF vorgesehen und trägt den ziemlich passenden Titel “Es gabat an Abschied”.
Das dürfte einer der emotionalsten Momente der neuen Staffel werden.
Und nein: Es sieht nicht danach aus, als würde Frau Stockl zum nächsten Mordopfer werden. Ihr Abschied soll als echter neuer Lebensabschnitt erzählt werden.
Das ist auch besser so.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten verdient eine Figur wie Miriam Stockl vermutlich etwas Schöneres, als morgens von Michi Mohr hinter irgendeinem Rosenheimer Gasthof gefunden zu werden.
Christin Lange bekommt jetzt deutlich mehr Verantwortung
Ein Polizeisekretariat ohne zentrale Figur funktioniert in dieser Serie kaum. Deshalb wird die Lücke nicht einfach leer bleiben.
Christin Lange, gespielt von Sarah Thonig, rückt stärker ins Zentrum und übernimmt die Rolle der Polizeisekretärin.
Die Figur ist für regelmäßige Zuschauer keineswegs neu. Das macht den Wechsel deutlich angenehmer, als plötzlich eine völlig unbekannte Person hinter dem Schreibtisch zu platzieren.
Trotzdem wird sich der Ton verändern.
Miriam Stockl war nicht bloß jemand, der Anrufe annahm und Akten sortierte. Ihre Beziehungen zu Michi, Marie, Achtziger und den wechselnden Kommissaren haben sich über Jahrzehnte entwickelt.
So etwas kopiert man nicht.
Und genau deshalb wäre es wahrscheinlich ein Fehler, Christin einfach zu einer neuen Frau Stockl zu machen.
Interessanter ist, was passiert, wenn sie dieselbe Position auf ihre eigene Art ausfüllt.
Noch mehr Abschiede: Auch Hilde Stadler und Jo Caspar gehen
Miriam Stockl ist nicht die einzige vertraute Figur, von der sich die Serie trennt.
Auch Hilde Stadler, gespielt von Isabel Mergl, verlässt die Rosenheim Cops. Sie war über Jahre Teil des privaten Kosmos von Anton Stadler – manchmal persönlich, sehr oft auch am Telefon.
Und dann trifft es eine weitere Institution: Ignaz “Jo” Caspar.
Christian K. Schaeffer war über lange Zeit als Wirt des Times Square dabei. Das Lokal war weit mehr als Hintergrunddekoration. Hier trafen sich Figuren nach Feierabend, besprachen Probleme und lieferten regelmäßig den privaten Gegenpol zum Polizeirevier.
Mit Jos Abschied endet auch die Ära des Times Square.
Ganz ohne Gastronomie muss Rosenheim natürlich nicht auskommen.
Eine neue Tagesbar namens “Das Rosi” übernimmt diese Funktion. Betrieben wird sie von Yasmin Rabe, gespielt von Maya Haddad.
Das ist ein relativ großer Wechsel für eine Serie, die gerade von ihren vertrauten Orten lebt.
- Miriam Stockl verabschiedet sich nach Jahrzehnten im Polizeisekretariat.
- Christin Lange übernimmt dort neue Aufgaben.
- Hilde Stadler verlässt die Serie.
- Jo Caspar verabschiedet sich ebenfalls.
- Das Times Square verschwindet als vertrauter Treffpunkt.
- Yasmin Rabe führt künftig die neue Tagesbar “Das Rosi”.
Wer bleibt den Rosenheim Cops erhalten?
Trotz der Abschiede wird nicht alles auf links gedreht.
Marie Hofer bleibt mit Karin Thaler dabei. Alexander Duda spielt weiterhin Gert Achtziger, den Chef des Kommissariats. Paul Brusa ist erneut als Controller Daniel Donato zu sehen.
Auch Marianne Grasegger bleibt Teil des Teams, ebenso Hannes Winkler und Dominik Meis.
| Figur | Darsteller | Rolle |
|---|---|---|
| Anton Stadler | Dieter Fischer | Kommissar |
| Sven Hansen | Igor Jeftić | Kommissar |
| Kilian Kaya | Baran Hêvî | Kommissar |
| Julia Beck | Michaela Weingartner | Kommissarin |
| Michi Mohr | Max Müller | Polizeihauptmeister |
| Dr. Elena Dimos | Anastasia Papadopoulou | Rechtsmedizinerin |
| Marie Hofer | Karin Thaler | Langjährige Rosenheimer Figur |
| Gert Achtziger | Alexander Duda | Leiter des Kommissariats |
| Daniel Donato | Paul Brusa | Controller |
| Christin Lange | Sarah Thonig | Polizeisekretärin |
Diese Mischung aus Kontinuität und Wechsel dürfte ziemlich bewusst gewählt sein.
Wenn eine Serie seit mehr als zwei Jahrzehnten läuft, gibt es zwei Gefahren. Verändert man gar nichts, wirkt irgendwann alles eingefroren. Verändert man zu viel, erkennen Stammzuschauer ihre Serie nicht mehr.
Die Rosenheim Cops versuchen seit Jahren, genau zwischen diesen beiden Extremen zu bleiben.
Warum funktioniert das eigentlich immer noch?
Die Frage liegt nahe.
Krimiserien gibt es im deutschen Fernsehen nun wirklich genug. Polizeiteams ebenfalls. Warum schalten Menschen ausgerechnet bei den Rosenheim Cops seit Jahren immer wieder ein?
Ein Teil der Antwort liegt wahrscheinlich in der Berechenbarkeit.
Und das ist hier ausdrücklich positiv gemeint.
Bei einer neuen Folge weiß man ungefähr, welches Gefühl man bekommt. Kein Fall wird den Zuschauer voraussichtlich drei Nächte wachhalten. Gleichzeitig gibt es genug Rätsel, Verdächtige und kleine Wendungen, dass man mitraten kann.
Dazu kommt das Umfeld.
Rosenheim und der Chiemgau sehen selten nach einem typischen Krimischauplatz aus. Berge, Seen, schöne Häuser und sommerliche Landschaften stehen in einem fast komischen Kontrast zu den Mordfällen.
Selbst das hat Methode: Reguläre Folgen werden traditionell in sommerlicher Umgebung gedreht. Schnee und Winterstimmung findet man eher in den speziellen längeren Folgen.
Die Serie hat dadurch eine visuelle Identität, die man nach wenigen Sekunden erkennt.
Kein düsterer Crime-Marathon, sondern Feierabendfernsehen
Streaming hat unsere Sehgewohnheiten verändert. Viele Serien wollen möglichst groß, dramatisch und emotional erschöpfend sein.
Die Rosenheim Cops machen fast das Gegenteil.
Eine Episode funktioniert weitgehend für sich. Wer drei Wochen nicht geschaut hat, braucht kein zwanzigminütiges YouTube-Recap und keinen Stammbaum aller Nebenfiguren.
Man kann einfach einschalten.
Das klingt banal, ist aber ein ziemlich großer Vorteil.
Besonders im Vorabendprogramm möchte nicht jeder erst herausfinden, ob die Person in Minute drei eigentlich der Bruder des Mannes aus Staffel 2 ist, der damals heimlich für irgendeinen Geheimdienst gearbeitet hat.
In Rosenheim ist der Zugang einfacher.
Es gibt eine Leiche. Es gibt Verdächtige. Es gibt Kommissare. Und irgendwo dazwischen muss Michi noch irgendeine andere Sache erledigen.
Fertig.
Der Humor ist klein – und genau deshalb funktioniert er
Die Rosenheim Cops sind keine Comedyserie.
Das ist wichtig.
Die Figuren reißen nicht alle zwanzig Sekunden einen Witz. Der Humor kommt meist aus Situationen, Missverständnissen und kleinen Eigenheiten.
Ein Anruf wird falsch verstanden. Eine Ausrede wird komplizierter als geplant. Jemand versucht, vor dem Chef etwas zu verbergen. Oder Michi weiß wieder einmal mehr, als er eigentlich wissen sollte.
Diese Form von Humor altert oft besser als ständig erzwungene Pointen.
Und sie lässt Raum für den Fall.
Schließlich bleibt die Serie trotz allem ein Krimi.
Rosenheim ist längst selbst eine Hauptfigur
Wer lange zuschaut, verbindet bestimmte Orte automatisch mit der Serie.
Das Rosenheimer Rathaus dient beispielsweise als Außenansicht des Polizeireviers. Die eigentlichen Büroinnenräume entstehen dagegen als Studiobauten auf dem Bavaria-Gelände.
Genau solche Mischungen sind im Fernsehen normal, fallen hier aber kaum auf.
Die Region ist inzwischen so stark mit der Serie verbunden, dass es sogar Stadtführungen rund um die Rosenheim Cops gibt.
Das schaffen nicht viele Vorabendserien.
Für Besucher wird aus dem Fernsehbild plötzlich ein realer Ort. Man erkennt Gebäude, Plätze und Straßen, die vorher nur irgendwo zwischen Mordfall und Abspann auf dem Bildschirm auftauchten.
Und vielleicht liegt auch darin ein Teil des Erfolgs: Die Serie hat ein festes Zuhause.
Kleine Fakten, die selbst Stammzuschauer überraschen können
Nach mehr als 600 Folgen sammeln sich zwangsläufig ein paar kuriose Details an.
Zum Beispiel tragen die Kommissare in der Serie keine Schusswaffen. Das fällt erstaunlich wenigen Zuschauern bewusst auf.
Auch die Produktion selbst folgt einem ziemlich festen Rhythmus. Für eine normale Episode werden ungefähr sechseinhalb Drehtage angesetzt.
Und obwohl in Rosenheim praktisch wöchentlich jemand ermordet wird, bleibt die inszenierte Welt hell und freundlich.
- Die erste Folge lief am 9. Januar 2002.
- Die ersten Dreharbeiten fanden bereits im Jahr 2000 statt.
- Inzwischen existieren mehr als 600 Folgen.
- Eine normale Episode dauert ungefähr 45 Minuten.
- Das Rosenheimer Rathaus dient als Außenansicht des Reviers.
- Die Kommissare tragen in der Serie keine Schusswaffen.
- Viele reguläre Folgen werden bewusst in sommerlicher Atmosphäre inszeniert.
Was können Fans von den neuen Fällen erwarten?
Wer auf eine komplette Neuerfindung hofft, dürfte sie nicht bekommen.
Und wahrscheinlich will die Mehrheit der Zuschauer das auch gar nicht.
Das Grundprinzip bleibt bestehen: Ein Mord führt das Ermittlerteam in ein bestimmtes berufliches oder privates Umfeld. Mehrere Personen haben Motive. Nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht.
Daneben läuft eine zweite, leichtere Geschichte im Kommissariat oder im privaten Umfeld der Figuren.
Der größere Unterschied liegt 2026 eher in den Figurenkonstellationen.
Wenn Miriam Stockl weg ist, verändert sich automatisch das Zusammenspiel im Büro. Wenn das Times Square verschwindet, braucht es einen neuen Ort für Begegnungen. Und wenn Yasmin Rabe mit dem Rosi neu dazukommt, muss auch diese Figur erst ihren Platz finden.
Genau das könnte der Serie frische Energie geben.
Müssen neue Zuschauer wirklich bei Folge 1 anfangen?
Ganz klar: nein.
Wer über 600 Folgen nachholen möchte, braucht vermutlich mehr Freizeit, als ein normaler Mensch besitzt.
Die Rosenheim Cops eignen sich gerade deshalb gut zum Quereinstieg, weil die Mordfälle episodisch erzählt werden.
Natürlich versteht man manche Beziehungen besser, wenn man die Figuren schon länger kennt. Aber niemand muss 24 Jahre Fernsehgeschichte aufarbeiten, bevor er eine aktuelle Episode anschauen kann.
Ein paar Namen reichen.
Nach zwei oder drei Folgen weiß man normalerweise, wer im Kommissariat welche Rolle spielt.
Und beim nächsten “Es gabat a Leich” ist man praktisch schon Stammzuschauer.
FAQ zu den Rosenheim Cops
Wann kommen 2026 neue Folgen der Rosenheim Cops?
Die neuen Folgen sollen ab 29. September 2026 im ZDF-Streaming verfügbar sein. Im linearen ZDF beginnt die Ausstrahlung am 6. Oktober 2026 um 19.25 Uhr.
Gibt es eine 26. Staffel der Rosenheim Cops?
Ja. Die Produktion neuer Folgen für die 26. Staffel läuft. Gedreht wird 2026 in Rosenheim, München und der Umgebung.
Wie viele neue Folgen sind geplant?
Für den neuen Abschnitt sind 24 Folgen angekündigt. Die Ausstrahlung erstreckt sich entsprechend über mehrere Monate.
Verlässt Miriam Stockl die Rosenheim Cops?
Ja. Marisa Burger verabschiedet sich nach ihrer langen Zeit als Miriam Stockl aus der Serie. Ihre letzte TV-Folge ist für den 24. November 2026 vorgesehen.
Wer ersetzt Frau Stockl im Polizeisekretariat?
Christin Lange, gespielt von Sarah Thonig, übernimmt die Aufgaben im Polizeisekretariat und bekommt dadurch eine deutlich größere Rolle.
Bleiben Anton Stadler und Sven Hansen dabei?
Ja. Dieter Fischer als Anton Stadler und Igor Jeftić als Sven Hansen gehören weiterhin zum Ermittlerteam. Auch Kilian Kaya und Julia Beck sind in den neuen Folgen dabei.
Wo werden die Rosenheim Cops gedreht?
Gedreht wird unter anderem in Rosenheim, München und der umliegenden Region. Für die Außenansicht des Polizeireviers dient das Rosenheimer Rathaus, während Innenräume teilweise auf dem Bavaria-Filmgelände entstehen.
Fazit: Die Rosenheim Cops verändern sich – aber nicht zu stark
Nach mehr als 600 Folgen könnte man meinen, bei den Rosenheim Cops sei längst alles erzählt.
Offenbar nicht.
Im Herbst 2026 geht es mit 24 neuen Fällen weiter. Anton Stadler, Sven Hansen, Kilian Kaya und Julia Beck ermitteln weiter, Michi Mohr bleibt zuverlässig dort, wo gerade Informationen gebraucht werden, und auch viele langjährige Figuren gehören weiterhin zur Serie.
Gleichzeitig beginnt eine neue Phase.
Miriam Stockls Abschied ist ohne Frage der größte Einschnitt. Kaum eine andere Figur ist so eng mit dem Alltag des Rosenheimer Kommissariats verbunden. Wenn ihr Schreibtisch plötzlich jemand anderem gehört, wird man das merken.
Auch Jo Caspars Abschied und das Ende des Times Square verändern einen vertrauten Teil der Serienwelt.
Aber genau das muss nach so langer Zeit vielleicht passieren.
Eine Serie kann nicht über Jahrzehnte laufen und gleichzeitig so tun, als würde niemand älter, niemand einen neuen Weg einschlagen und kein Arbeitsplatz sich verändern.
Entscheidend ist eher, wie behutsam diese Veränderungen erzählt werden.
Und bisher sieht es danach aus, als wollten die Macher nicht einfach alles austauschen. Das bekannte Ermittlerteam bleibt. Marie Hofer, Gert Achtziger, Michi Mohr und weitere vertraute Figuren bleiben ebenfalls. Neue Rollen rücken Schritt für Schritt nach.
Das Grundgefühl dürfte also erhalten bleiben.
Ein sonniger Morgen irgendwo im Chiemgau. Ein Mensch, der eigentlich einen völlig normalen Tag geplant hatte. Eine Leiche, mit der natürlich niemand gerechnet hat. Mehrere Verdächtige mit überraschend guten Motiven.
Dann kommen die Cops.
Und irgendwann wird jemand feststellen, dass die Geschichte doch ganz anders war.
Genau dafür schalten die Zuschauer seit Jahren ein.
Die Rosenheim Cops müssen nicht plötzlich düsterer, lauter oder internationaler werden. Sie müssen eigentlich nur weiterhin das sein, was sie längst ziemlich gut können: ein unkomplizierter Krimi mit vertrauten Figuren, regionalem Charme und gerade genug Humor, damit der Feierabend nicht mit schlechter Laune endet.
2026 verändert sich einiges.
Aber Rosenheim bleibt Rosenheim.


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